Brexit, Flüchtlingskrise, Populismus und Klimawandel – jetzt sollte die EU alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um zu reagieren. Wie kann eine diverse Stadtkultur als diplomatische Strategie genutzt werden, um Kooperationen neu aufzubauen?
Dies ist eine schwierige Zeit für Europa. Die europäischen Nationen und der Westen stehen vor einer entmutigenden Reihe gemeinsamer Probleme, unter anderem Klimawandel, Extremismus (zu Hause und im Ausland) sowie der Aufstieg zerstörerischer antidemokratischer Kräfte. Trotzdem wurde unsere gemeinsame Antwort untergraben durch einen deutlichen Rückzug aus der Kooperation. Innerhalb Europas muss die EU die Konsequenzen von Großbritanniens Entscheidung, die Union zu verlassen, bewältigen, offiziell seit Frühling 2017, sowie unilaterales Gepolter aus anderen Gebieten in der Region.
Was die weitere Welt angeht, muss die EU mit der unkooperativen Haltung umgehen, welche die neue Trump-Regierung in den Vereinigten Staaten eingenommen hat, die sich einseitig aufspielt statt bei Themen von gemeinsamem Interesse zu kooperieren. Besonders besorgniserregend war Trumps Bereitschaft, sich aus Verpflichtungen seiner Vorgänger zu lösen: das Pariser Klimaabkommen und das iranische Nuklearabkommen sind dabei die offensichtlichsten Beispiele.
Die Situation wird noch erschwert durch das Fehlen einer überzeugenden Vision von einer gemeinsamen Zukunft, um die Öffentlichkeit von den komfortablen alten Gewissheiten des Nationalismus abzubringen. Es ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem die Europäische Union als Reaktion darauf alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen sollte, inklusive der Kulturdiplomatie, aber wie kann dieses Werkzeug eingesetzt werden, um Zusammenarbeit neu aufzubauen?
Große Werte? Haben wir!
2017 war in der europäischen Kulturdiplomatie ein Jahr der Ironie. In mancherlei Hinsicht stand es für einen noch nie dagewesenen Fortschritt, da die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini ihre Vision der Kulturdiplomatie als Schlüsselelement der auswärtigen Politik der Europäischen Union entwickelt hat. Das Jahr brachte neue Initiativen und Plattformen für den kulturellen Austausch und eine Reihe neuer Initiativen im Bildungssektor, unter anderem einen Masterabschluss für Kulturdiplomatie an der Catholica Universität in Mailand und am Goldsmiths College in London.
Andererseits stellten sich in diesem Jahr auch neue kulturelle Herausforderungen in allen Aspekten des europäischen Lebens. Die Flüchtlingskrise brachte in vielen Bürgern dieser Region das Schlechteste hervor: Kultur wurde eher als etwas Heiliges beschworen, das geschützt werden muss, denn als Feld für Entwicklung oder Zusammenarbeit oder auch als Zone, in der Erfahrungen konstruktiv ausgetauscht werden können. Eine effektive europäische Kulturdiplomatie wird einen ehrlichen Blick auf die relevanten Themen werfen müssen.
Die Flüchtlingskrise brachte in vielen Bürgern dieser Region das Schlechteste hervor: Kultur wurde eher als etwas Heiliges beschworen, das geschützt werden muss, denn als Feld für Entwicklung oder Zusammenarbeit.
Europäische Länder haben Kultur tendenziell als etwas automatisch Positives für sich betrachtet. Im Gefolge des Kalten Kriegs, als der Harvard-Politologe Joseph Nye sein Konzept der Soft Power beschrieb und bemerkte, dass internationale Akteure mit attraktiven Werten und einer attraktiven Kultur mehr in der Welt bewegen können, haben europäische Nationen beinahe einheitlich zwei Kästchen abgehakt: Große Werte? Haben wir! Bewundernswerte Kultur? Haben wir! Diese Länder rückten Kultur pflichtbewusst in den Vordergrund glänzender neuer Nation-Branding-Strategien, die sie zur gleichen Zeit entwickelten.
Stabilität vor Demokratie
Tatsächlich kann die Attraktivität der europäischen Kultur nicht als selbstverständlich angenommen werden. Kultur ist nicht einfach nur das Erbe eines Regals dicker Baedeker-Reiseführer voller architektonischer Wunderwerke und großer Kunst. Sie beinhaltet die Gesamtsumme an Haltungen in einer Gesellschaft. Sie bildet die Grundlage für Politik. Bei einem Querschnitt durch das Europa des Jahrs 2017 zeigt sich vieles in der Kultur, das eher abschrecken als anziehen kann. Intoleranz am Grund der Gesellschaft ist leicht auszumachen: die Stärkung populistischer Parteien, die Demonstrationen gegen Migranten und so weiter; aber Intoleranz an der Spitze ist nicht viel weniger deutlich.
Einer der schockierendsten Aspekte des vergangenen Jahres war die Bereitschaft der Anführer bestimmter europäischer Nationen, die vereinbarten Gründungsprinzipen europäischer Kultur einzutauschen – das Recht auf freie Meinungsäußerung und Widerspruch – um ihren eigenen Zugriff zur politischen Macht zu sichern. Brüssel ist hier auch nicht ohne Schuld. Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten und einer neuen Herausforderung durch Russland hat die Europäische Kommission offensichtlich Stabilität dem demokratischen Prinzip vorgezogen, indem sie die Nachbarn des Westbalkans zum Thema Beitritt belehrte.
Der „Economist“ nannte die sich daraus ergebende hybride Politik „stabilocracy“ und stellte eine Bereitschaft fest, Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit beiseitezuschieben. Es ist äußerst wichtig, anzuerkennen, dass Kultur mit Politik zusammenhängt und deshalb bestimmte politische Prioritäten erfordert, von denen der Schutz der Meinungsfreiheit im Zentrum steht.
Kultur ist nicht einfach nur das Erbe eines Regals dicker Baedeker-Reiseführer voller architektonischer Wunderwerke und großer Kunst. Sie beinhaltet die Gesamtsumme an Haltungen in einer Gesellschaft.
Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass Europas Kultur attraktiv ist, weil sie pur ist oder von ihren Nachbarn isoliert. Ihre am meisten bejubelten Bestandteile basieren, sowohl regional als auch global, auf Durchmischung und Austausch. Am leichtesten ist dies in der kulinarischen Kultur Europas zu sehen, die geprägt ist durch Erfahrungen mit dem Handel und dem Imperium. Kaffee mag das ultimative europäische Getränk sein, doch er kam nicht aus einheimischen Plantagen.
Das Potential europäischer Städte
Federica Mogherini hat hervorgehoben, dass zu diesem Austausch eine jahrhundertelange Kommunikation mit dem Islam gehörte und dass der Islam bereits ein Teil Europas ist. Man könnte das Gleiche über asiatische und afrikanische Kulturen sagen. Sie sind bereits hier. Warum also zögert Europa so sehr, diese Tatsache anzuerkennen, geschweige denn sie zu einer effektiven kulturellen Strategie weiterzuentwickeln?
Ein Teil des Problems für Europa ist die Reibung zwischen den traditionellen Bausteinen europäischer Identität – den konzeptionell stabilen einzelnen Nationalstaaten – und der Aufgabe der Assimilierung und Zusammenarbeit. Assimilierung erfolgte immer auf der lokalen Ebene, auf Straßen und in Stadtvierteln, wo sich Gemeinschaften vermischen und neue Arten des Lebens und Denkens entstehen. Die besten Bausteine für ein starkes und gemeinschaftliches Europa sind die europäischen Städte. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die Städte zu idealen Akteuren machen, wenn es darum geht, die internationalen Beziehungen zu verbessern. Zum einen können viele von ihnen ein älteres Anrecht beanspruchen: Sie sind älter als ihre gastgebenden Nationalstaaten. Zum anderen scheinen Städte heutzutage oftmals zusammenhängender zu sein als Nationalstaaten.
Viele Bürgermeister haben Mehrheiten, wie sie in der nationalen Politik undenkbar wären und sie sind in der Lage, Interessen und Identitäten auf eine Art miteinander in Einklang zu bringen, wie es nationale Staatsoberhäupter nicht vermögen. Es ist auffällig, dass viele der neuen Nationalisten von Brexit-Großbritannien bis hin zu Orbáns Ungarn am stärksten außerhalb der großen Städte sind. Im Hinblick auf ihre Soft Power haben Städte eine Reihe von Vorteilen: Sie sind die Motoren ihrer nationalen Ökonomien und generieren in der Regel mehr als 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Sie agieren unter dem Radar des Vorurteils: Racheaktionen richteten sich gegen Nationen, nicht gegen Städte; Städte schüchtern selten ein; Städte sind für Außenstehende wie für die eigenen Bewohner zu verstehen.
Die menschliche Phantasie scheint sich mit der Perspektive aus der Stadtebene wohlzufühlen. Sie ist wie eine Art Voreinstellung aus der fernen Vergangenheit, zu der sie zurückkehrt. Vielleicht werden künftige Generationen das Wiederaufleben der Stadt der Technologie zuschreiben. So wie Nationalstaaten in einer Symbiose von Druckerpresse und Eisenbahn erbaut wurden, hat das Internet uns in Interessengruppen aufgeteilt und in Knotenpunkte eines Netzwerks, in dem eine Annäherung auf Stadtebene einfach am sinnvollsten ist.
Die Vorstellung, dass Städte in der Diplomatie eine größere Rolle spielen sollten, hat sich nun seit einigen Jahren verbreitet. Die große Versöhnung von Frankreich und Deutschland nach dem Krieg begann mit vielen Verbindungen auf dem Gebiet der Stadtdiplomatie, da Bürgermeister mit ähnlich gesinnten Kollegen im Nachbarland in Kontakt traten und so war die verbindende Idee der Partnerstädte geboren. Zu jüngeren Initiativen zählen Stadtdiplomatie-Plattformen, die Zusammenarbeit auf Gebieten wie Sicherheit, Umwelt und Kultur fördern sollen. Im Jahr 2016 startete das Weltparlament der Bürgermeister als Ort für den Dialog zwischen Städten und um Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden.
Racheaktionen richteten sich gegen Nationen, nicht gegen Städte; Städte schüchtern selten ein; Städte sind für Außenstehende wie für die eigenen Bewohner zu verstehen.
2017 brachte der Rückzug der Nationalstaaten in eine populistische Fantasie und das Unvermögen ihrer Staatsführer, einige der drängendsten Themen effektiv anzupacken, den Gründer des Weltparlaments der Bürgermeister – den amerikanischen Professor Benjamin Barber – dazu, seine Meinung weiter zu verschärfen. In seinem Buch „Cool Cities“ vertrat Barber nicht nur die Haltung, dass Stadtdiplomatie eine gute Sache sei, sondern auch, dass die Städte der Welt ein Recht und eine Verpflichtung haben, im Hinblick auf den Klimawandel zu handeln. Sein Argument war täuschend einfach. Die Souveränität liegt bei den Menschen und ist an den Nationalstaat abgegeben worden als Teil eines gesellschaftlichen Vertrags, der ihnen im Gegenzug Sicherheit bietet. Wenn die Nation dem Bürger in einer so wichtigen Angelegenheit wie dem Klima aber nun keine Sicherheit bieten kann, geht die Souveränität zurück an die Menschen und sollte nun erweitert werden auf die effektivste Ebene der Regierung, an der sie teilhaben, nämlich die Stadt. Leider starb Barber im Frühling 2017 und konnte seine Einsicht nicht mehr weiterentwickeln.
Kultur in ziviler Hinsicht
Welche Konsequenz hat dieses Wiederaufleben der Stadt für die Kulturdiplomatie?
Zunächst sind wir durch die Konzeptualisierung der Kultur in ziviler Hinsicht gezwungen, die oftmals versiegelten Kanister nationaler Kultur aufzubrechen und auf einer Ebene zu arbeiten, auf der Identität zugänglicher ist und weniger wesentlich.
Zweitens wird die geteilte Erfahrung des zivilen Lebens über Grenzen hinweg gerne anerkannt, was eine Grundlage für kulturelle Zusammenarbeit schafft.
Drittens beherbergen Städte bereits eine komplette kulturelle Infrastruktur miteinander verbundener Museen, Galerien, Festivals, Biennalen, Sportwettbewerbe, Universitäten und so weiter.
EUNIC-Cluster operieren schon in diesen Netzwerken und sind Teil vieler dieser besonders bedeutenden Städte für den Austausch auf der Welt geworden. Wenn wir Städte voller Vielfalt als Teil der Lösung sehen, dann ist es sinnvoll, Stadtkultur als diplomatische Strategie für Europa in den Vordergrund zu stellen.
Die Pflege der Stadtkultur ist ein Weg nach vorne für eine Reihe von Europas drängendsten Problemen. Ein Beispiel ist die Herausforderung russischsprachiger Minderheiten im Baltikum und an anderen Orten jenseits der russischen Grenze. Zwischen Entertainment und tendenziösen Nachrichtenprogrammen vertreten die Kreml-Medien die Ansicht, dass sich Russen im Ausland der einheitlichen Vision einer russischen Welt im Sinne von Herrn Putin anschließen und keine andere Identität haben sollten.
Die Realität vor Ort sieht so aus: Wenn sie eine Chance bekommen, können diese Bürger Möglichkeiten nutzen, Identitäten zu entwickeln, die spezifisch für ihre Städte sind, die der Wirklichkeit ihres Lebens entsprechen und es ihnen ermöglichen – etwa – gleichzeitig europäisch, estnisch, russischsprachig und Bürger von Narva zu sein. Kulturprogramme von Organisationen wie dem British Council oder dem Schwedischen Institut arbeiten hart daran, diesen Prozess zu unterstützen: als Hebammen bei der Geburt von starken und inklusiven lokalen Identitäten.
„Wenn wir Städte voller Vielfalt als Teil der Lösung sehen, dann ist es sinnvoll, Stadtkultur als diplomatische Strategie für Europa in den Vordergrund zu stellen“, Illustration: James Boast via ikon images/picture alliance.
Im Hinblick auf die Bekämpfung von Radikalisierung ist es sinnvoll, Wege zu finden, historisch marginalisierte Gruppen in das zivile Leben einzubeziehen, und es ist gut zu beobachten, dass Städte auf der ganzen Welt, darunter auch viele europäische Städte, sich über ihre Best Practices austauschen durch Foren wie das Strong Cities Network. Zudem scheint ein hohes Maß an kulturellem Engagement Hand in Hand zu gehen mit einem hohen Maß an politischem Engagement; so sollte also die Arbeit an kultureller Integrität und Teilhabe in einer Stadt auch die politische Integrität und Teilhabe verbessern.
Eine Zukunftsvision mit kultureller Dimension
Im Hinblick auf Beziehungen, bei denen die Nationalregierung ein Problem darstellt – inklusive der Vereinigten Staaten – ist es ein wichtiger Schritt nach vorne, sich auf Stadtebene zu vernetzen. Es gibt amerikanische Bürgermeister, die sich leidenschaftlich für die Umwelt einsetzen und amerikanische zivile Einrichtungen, die über Grenzen hinweg nach Partnern suchen. In Los Angeles gibt es dafür ein großartiges Beispiel. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Präsident davon spricht, Mauern zu bauen und sein Land von ausländischen Einflüssen abzuschirmen, hat sich eine Gruppe von 40 Museen und Galerien in ganz L.A. zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden – Pacific Standard Time: LA/LA – um mit Galerien in Südamerika zusammenzuarbeiten und die künstlerischen und kulturellen Verbindungen zwischen Los Angeles und Lateinamerika auszustellen.
Ein solches Modell sollten auch europäische Städte einmal in Betracht ziehen. Gemeinsame zivile Projekte könnten das Erbe der Vielfalt erforschen, von dem Federica Mogherini gesprochen hat. Es wäre eine fantastische Sache, wenn Galerien in Berlin oder Paris gemeinsam eine ganze Saison lang ihre Querverbindungen mit dem Islam oder Ostasien erkunden würden. Und was ist mit der Zukunft? Die kollektiven Lösungen, die gebraucht werden, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, werden weniger, da der Nationalismus wieder stark ansteigt. Die Präzedenzfälle sind besorgniserregend.
Miteinander konkurrierende einseitige nationalistische Agenden befeuerten die größten Krisen in Europas Vergangenheit: den Ersten und den Zweiten Weltkrieg. Umgekehrt wurden diese Krisen nicht einfach nur gelöst durch die Anwendung von Gewalt, sondern durch die Formulierung von so konkurrenzfähigen Zukunftsvisionen, dass nicht nur die Gewinner sie begrüßten, sondern auch die Verlierer. Diese Visionen hatten kulturelle Dimensionen: Man nutzte Kunst und Literatur, um diese zu unterstützen. In diesen beiden historischen Fällen wurden die Zukunftsvisionen unterstützt und sogar angetrieben von den amtierenden amerikanischen Präsidenten: Wilson beziehungsweise Roosevelt. Es scheint äußerst unwahrscheinlich, dass sich die Welt in naher Zukunft hinter einer inklusiven Vision versammelt, die Donald Trump beschrieben hat. Also wartet die Welt auf Roosevelt.
Die kollektiven Lösungen, die gebraucht werden, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, werden weniger, da der Nationalismus wieder stark ansteigt.
Kann Kulturdiplomatie als Hebamme einer Vision dienen, welche die zentrifugalen Impulse des Augenblicks umkehrt? Das ist eine einschüchternde Aufgabe, aber der Prozess der Kulturdiplomatie mit ihrer Betonung auf gemeinsamen Erfahrungen in Lebensbereichen, in denen das gegenseitige Misstrauen geringer ist, wirkt als bewährter Weg, um die Art von Vertrauen zu entwickeln, das zu gegebener Zeit bei der Annahme einer Vision helfen würde. Vielleicht können Netzwerke des Dialogs, der kreativen Arbeit und des Austauschs, die durch Kulturdiplomatie entstehen, tatsächlich eine Vision hervorbringen, wozu Europa und die ganze Welt in der Lage ist.
Über den Autor
Nicholas J. Cull
Professor für Kommunikation an der USC Annenberg
Nicholas J. Cull ist Historiker, Professor für Kommunikation und Fellow für Globale Kommunikationspolitik am Center for Communication Leadership and Policy der Annenberg School for Communication and Journalism (University of Southern California). Er ist Gründungsdirektor des Masterprogramms für öffentliche Diplomatie und war von 2004 bis 2019 Präsident der International Association for Media and History. Zu seinen neueren Veröffentlichungen zählen "The Routledge Handbook of Public Diplomacy" (2020) (Co-Editor) und "Public Diplomacy: Foundations for Global Engagement in the Digital Age" (2019).
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