Die Illustration zeigt eine große Hand, die mit einem Stift einen Weg und an dessen Ende ein Paar, das sich umarmt, zeichnet

Der weite Weg vom Ich zum Wir

Unser Bedürfnis nach Individualität und Gemeinschaft prägt unser Leben – und unsere Gesellschaft. Kooperation treibt die Evolution voran, doch Ungleichheit und Fragmentierung bedrohen den Zusammenhalt. Wie kann eine Weltgemeinschaft entstehen, die Freiheit und Verbundenheit vereint?

Ich? Nein, du! Überraschenderweise beziehen sich die ersten Worte, die Kleinkinder aussprechen, nicht auf sich, sondern auf andere Personen: Mama, Papa, Oma. Erst im zweiten Lebensjahr entwickeln sie ein Ich-Bewusstsein. Mit einem Test lässt sich die Wahrnehmung als eigenständiges Wesen nachweisen: Malt man dem Kind einen Farbfleck auf die Stirn und stellt es vor einen Spiegel, wischt es sich über die Stirn, um ihn zu entfernen. Ein kleiner Schritt für das Kind, ein dramatischer für die Menschheit: Liegt hier der Ursprung des Egoismus? Beginnt damit die ganze Katastrophe von Eigennutz und Machtwillen, von Feindschaft und Angst?

Ja und nein. Die Entwicklung einer eigenen, von anderen getrennten, Persönlichkeit ist tatsächlich der Ursprung fataler Fehlentwicklungen. Und gleichzeitig, so widersprüchlich es klingt, ist Vereinzelung eine notwendige Voraussetzung für Gemeinschaft. Nur gesunde, stabile Persönlichkeiten sind in der Lage, sich mit anderen zu verbinden, ohne sich in der Gruppe zu verlieren und dabei krank zu werden. Die Geburt des Ich markiert den Startpunkt eines lebenslangen Ringens. Wir pendeln fortan zwischen dem Wunsch nach Eigenständigkeit und der Sehnsucht nach Gemeinschaft. Zwei Pole, zwischen denen es uns manchmal schier zerreißt. Aber zwischen denen sich in magischen Momenten auch pure Seligkeit entfalten kann.

Der Hirnforscher Gerald Hüther sagt: „Glücklich sind Menschen immer dann, wenn sie Gelegenheit bekommen, ihre beiden Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und Nähe einerseits und nach Wachstum, Autonomie und Freiheit andererseits stillen zu können.“ Doch der Zeitgeist deutete das Spannungsfeld zwischen den beiden Polen früher ganz anders. In westlichen Gesellschaften herrschte während der vergangenen 150 Jahre der Glaube vor, das Leben sei nichts anderes als ein unerbittlicher Kampf aller gegen alle. Nur der Stärkste überlebe. Dabei beriefen sich die Propagandisten des Prinzips Eigennutz auf den Artenforscher Charles Darwin. Haben sie seine Erkenntnisse nur missverstanden oder bewusst missbraucht, um Kriege biologisch zu begründen, um Egoismus und grenzenlose Gier zu rechtfertigen? Darwin selbst hatte als zentralen Antrieb des Menschen nicht etwa die Aggression beschrieben, im Gegenteil: „Wenn er zum Besten anderer handelt, wird er die Anerkennung seiner Mitmenschen erfahren und die Liebe derer gewinnen, mit denen er zusammenlebt; und dieser Gewinn ist ohne Zweifel die höchste Freude auf dieser Erde.“

Soziales Organ

Kooperation treibt die Evolution voran. Auch das lässt sich schon bei kleinen Kindern beobachten. Sie lernen alles von den Menschen um sie herum. Das Extrembeispiel von Wolfskindern, die fernab einer menschlichen Gemeinschaft aufgewachsen sind und nicht einmal laufen können, weist darauf hin, wie abhängig wir bei jedem Lernschritt voneinander sind. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen“ lautet ein afrikanisches Sprichwort. Die Neurobiologie beschreibt das menschliche Gehirn als „soziales Organ“, das seine komplexen Verschaltungen in Beziehung zu anderen Menschen ausbildet. Intuitiv wussten wir das schon immer: Ohne die anderen sind wir nichts.

Kooperation treibt die Evolution voran. Auch das lässt sich schon bei kleinen Kindern beobachten.

Es stärkt den Gemeinsinn, wenn eine Gruppe die Erfahrung macht, dass sie Aufgaben stemmen kann, die einer allein nie schaffen würde – vom Hausbau in Nachbarschaftshilfe bis zur Entwicklung komplexer Rechtssysteme. Oder wenn sie erlebt, wie auf wundersame Weise das soziale Ganze ein „Mehr“ als die Summe der einzelnen Teile hervorbringt. Bei einem Brainstorming etwa entstehen Ideen, auf die keiner der Teilnehmer allein gekommen wäre – ein Gedanke inspiriert den nächsten, kollektive Intelligenz entfaltet sich. Deshalb folgert der Philosoph Peter Sloterdijk: „Die menschliche Gruppe ist stets um eine Stufe ‚wirklicher’ als jedes ihrer Mitglieder.“

So weit, so sozial. Aber warum herrschen dann nicht überall auf der Erde Friede, Freude, Einverständnis? Was bedroht das Erfolgsmodell Gemeinschaft? Der britische Gesundheitsforscher Richard Wilkinson benennt das Problem mit einem einzigen Wort: Ungleichheit. Er definiert sie als Kluft zwischen dem reichsten und dem ärmsten Teil der Bevölkerung. Extreme Ungleichheit ist für Wilkinson gleichsam eine Krankheit, die alle Schichten einer Gesellschaft befalle. Dabei sei das Auseinanderklaffen in Industrienationen sehr unterschiedlich stark. So sei in den Vereinigten Staaten die Ungleichheit um den Faktor zwei bis drei so hoch wie in Dänemark oder Schweden. Folglich seien alle wichtigen sozialen Indikatoren in den USA schlechter als in Skandinavien: mehr Gefängnisinsassen, höhere Mordrate, mehr Teenagerschwangerschaften, schlechtere Bildung, höhere Krankheitsrisiken. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass in egalitären Gesellschaften das Vertrauen in andere Menschen wächst und die Bereitschaft größer ist, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren. 

Wilkinsons überraschende Nachricht für die entwickelten Staaten lautet: Nicht das Bruttosozialprodukt entscheidet über die Lebensqualität, sondern die Stärke des Zusammenhalts innerhalb einer Gesellschaft. Fehlen Kitt und Kohäsion, verspielen sie einen wesentlichen Teil des Nutzens, für den sie einst gegründet wurden. Während Gemeinschaften naturwüchsig entstehen, beruhend auf geteilten Werten, steht hinter dem Konstrukt Gesellschaft eine handfeste Erwartung: Sie soll für faire Tauschbeziehungen zwischen den Mitgliedern sorgen. Doch extreme Entfernungen zwischen Arm und Reich und geringe soziale Mobilität bedrohen die Balance des Gebens und Nehmens. Die Grundlage des Gesellschaftsvertrags bröckelt. Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun sieht im Extremfall sogar das Geldsystem bedroht: „Schwindet das Vertrauen in die Gemeinschaft, kann jede Währung kaputtgehen.

Mobil, vernetzt und immer auf dem Sprung

Zudem erfordern weltweite Arbeitsteilung und die Beschleunigung von Produktion und Innovation einen neuen Typus von Arbeitnehmer, den der amerikanische Soziologe Richard Sennett als den „flexiblen Menschen“ porträtiert. Mobil, vernetzt und immer auf dem Sprung; ein neuer Nomade, der sich kaum länger an einen Ort oder eine Gruppe von Menschen binden kann, will er seinen Job behalten. Gleichzeitig entstehen etwa im Internet virtuelle Soziotope wie Facebook und Twitter, die Gemeinsinn und Zusammenhalt anders definieren als bisher: locker, lässig, „liquid“ – mit noch unbekannten Folgen. In der Realwelt erkunden soziale Innovatoren unbekannte Pfade im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verbundenheit.

Mehrgenerationenwohngemeinschaften setzten auf Solidarität und neue Synergien, ohne in eine WG-Romantik der Siebzigerjahre zurückzufallen, deren dogmatische Enge früher oder später in die Auflösung führte. Mentoringmodelle zwischen Deutschen und Migranten an Schulen, Dorfgemeinschaften auf ökologischer und spiritueller Sinnsuche oder landwirtschaftliche Erzeuger-Verbraucher-Gruppen zeigen: Der Feldversuch „Freiheit in Verbundenheit“ geht weiter. Denn auf der Reise vom Ich zum Wir bleibt das Selbst, wenn alles klappt, nicht auf der Strecke: Es wird mitgenommen und wächst über sich selbst hinaus.

Und wenn es nicht klappt? Eine Schattenseite von Gemeinschaften ist ihre Tendenz zur Abschottung. Sie errichten Mauern, an denen sich diejenigen, die draußen bleiben müssen, die Köpfe blutig stoßen. Aggression, so eine neue Erkenntnis aus Psychologie und Hirnforschung, ist nicht etwa ein menschlicher Urtrieb, sondern eine Reaktion auf schmerzhafte Erlebnisse, häufig auf Ausgrenzung. Eine Untersuchung der Motive von jugendlichen Amokläufern in Schulen zeigt, dass rund 70 Prozent das Gefühl hatten, sozial ausgeschlossen worden zu sein. Ob Schlägereien zwischen Jugendgangs oder internationale Minoritäten-Konflikte: Wird Menschen das Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit verwehrt, läuft die Seele Sturm. Ein Bollwerk zu bauen, hält den Sturm nicht auf. Nicht, wenn diejenigen, die dagegen anrennen, zu allem entschlossen sind, um hineinzugelangen.

Auf der Reise vom Ich zum Wir bleibt das Selbst, wenn alles klappt, nicht auf der Strecke: Es wird mitgenommen und wächst über sich selbst hinaus.

Die „Festung Europa“, gut gesichert an den Außengrenzen durch meterhohe Zäune, Soldaten mit Nachtsichtgeräten und Luftüberwachung, stellt insofern einen Anachronismus dar. Zuwanderer werden angelockt von dem Versprechen eines besseren Lebens, wenn nicht sogar getrieben von purer Überlebensnot in ihrer Heimat. Alle Versuche, sie am Eintritt in das – aus ihrer Sicht – gelobte Land Europa zu hindern, scheitern an der Masse der Migranten und an ihrem Mut der Verzweiflung.

Das europäische Seenotrettungsprogramm Mare Nostrum wurde im Dezember 2014 abgeschafft; damit hatte Italien in einem Jahr etwa 170.000 Menschen das Leben gerettet. Diese Maßnahme kommt zu einem Moment in der Geschichte, als bis zu zwei Millionen Menschen aus dem Nordirak und Syrien vor Krieg, Vergewaltigung und Massenmord fliehen. Nun wurde die Seenotrettung in die Hände von Frontex gelegt, jener europäischen Agentur, die dafür da ist, die Grenzen dichtzumachen. Die Verbarrikadierung eines ganzen Kontinents steht in krassem Gegensatz zu einem (handfest wirtschaftlichen) Bedürfnis nach Zuwanderung. Demografische Engpässe durch älter werdende Gesellschaften überall in Europa zeigen sich bereits jetzt, werden aber in Zukunft zu ernsten Problemen auf dem Arbeitsmarkt führen. Es fehlen Facharbeiter, es fehlen Rentenzahler. Sollte Einwanderung nur von der beruflichen Qualifikation abhängig gemacht werden? Gut ausgebildete Menschen aufnehmen, weniger gut qualifizierten die Tür vor der Nase zuschlagen?

Sinnvoller wäre es, eine Kultur der Integration erblühen zu lassen, die es den Neuankömmlingen (meist eher die mutigeren, antriebsstärkeren Charaktere) ermöglicht, ihre Potenziale zu entfalten – auch zum Wohl Europas. „Einheit in Vielfalt“ lautet der Wahlspruch der Union. Aufgrund seiner eigenen wechselvollen, teilweise blutigen, Geschichte ist Europa besonders geeignet, eine Vielfaltskultur zu fördern. Wie viele Jahrhunderte haben sich Fürstentümer und Kleinstaaten gegenseitig bekämpft, erobert, unterworfen, bis sich erst die Idee des Nationalstaats, dann das Konzept eines Binnenmarkts durchsetzte.

In meiner Jugend in den Siebzigerjahren war es immer noch etwas Besonderes, einen Austauschfreund in Frankreich zu haben; tatsächlich wurde ich bei der einen oder anderen Gelegenheit als „salle boche“, als dreckiger Teutone beschimpft. So lange war die Erzfeindschaft zwischen den Nachbarn noch nicht beendet. Und heute? Passt keine Briefmarke zwischen die Verbündeten, die zum stabilen Kern von NATO und EU gehören.

Widersprüchliche Entwicklungen

Europa hat seine Lektion gelernt. Eigentlich. Die Toleranz für Unterschiedlichkeit, das Wissen darum, wie man konstruktiv Einwanderung gestaltet – die kulturellen Zutaten sind vorhanden, um Menschen aus anderen Regionen, Traditionen und Religionen in die Mehrheitsgesellschaft aufzunehmen. Es sind populistische Lautsprecher, die Ängste vor „Überfremdung“ schüren. Oft sind sie bei Bevölkerungsgruppen erfolgreich, die kaum Kontakt zu Migranten haben. Fremdenfeindlichkeit ohne Fremde.

Wenn Menschen oder ganze Gesellschaften verunsichert sind, liegt die Versuchung nah, die „ethnische Karte“ zu spielen. Ein Beispiel: Ich komme gerade von Recherchen in Nordostindien zurück. Acht Bundesstaaten, 45 Millionen Menschen, die meisten von ihnen haben chinesische oder mongolische Gesichtszüge. Ihre Andersartigkeit fällt auf in Indien und wird abgelehnt. Junge Leute, die zum Studium in die Hauptstadt Neu Delhi gehen, erleben Beschimpfungen, Mobbing, werden zusammengeschlagen. Gleichzeitig vernachlässigt die Zentralregierung die Bundesstaaten im Nordosten, hat sie jahrzehntelang eher wie Kolonien denn wie gleichberechtigte Mitglieder der Föderation behandelt. 300 Stämme und Unterstämme haben Wissenschaftler im Nordosten registriert.

Die Verbarrikadierung eines ganzen Kontinents steht in krassem Gegensatz zu der wirtschaftlichen Notwendigkeit von Zuwanderung.

Und nun, in Zeiten der Globalisierung und von verweigerten Zugängen zu Geld, Einfluss, Jobs, fangen viele der ethnischen Gruppen an, ihre kulturelle Identität überzubetonen. Chauvinistische Töne begleiten diesen Prozess. Angeblich geht es um die Rückkehr zu Tradition, um Verwurzelung. In Wirklichkeit ist das Pochen auf Minderheitenrechten, im Extremfall bis zur Aufstellung bewaffneter Einheiten zu deren „Verteidigung“, auch Teil eines Machtpokers. Ein anderes Beispiel: Der junge Serbe, der nächtens auf einem McDonalds-Parkplatz eine 23-jährige Türkin so schlug, dass sie starb, hatte eine lange Geschichte von missglückten Versuchen hinter sich, in der deutschen Gesellschaft Fuß zu fassen. Was blieb ihm, in tiefer Verunsicherung, im Frust über gefühlte Ablehnung und gekränkten Stolz? Er brüstete sich auf Facebook damit, er sei ein „Sandschakaner“. Zum Sandschak gehört eine muslimisch geprägte Gegend in Serbien. Dabei war der junge Mann weder gläubig noch gar Muslim. Aber er, der nichts hatte, wollte zumindest stolzes Mitglied einer Gemeinschaft sein. Ein verzweifelter Versuch, den Schmerz über gefühlte Ablehnung zu kompensieren.

Lange schien der Entwicklungspfeil der Geschichte eindeutig in eine Richtung zu zeigen: mehr Gemeinschaft, größere soziale Gebilde, mehr Integration. Gemeinschaften zogen ihren Radius immer weiter: von Clans über Dörfer und Städte zu Regionen und Staaten. Jedes Mal war das größere Gebilde eine Antwort auf Probleme des kleineren. Heute ist es der Nationalstaat, der angesichts globaler Probleme wie Klimaschutz, Terrorismus und Armutsbekämpfung im wahrsten Sinne an seine Grenzen kommt. Die Aufgabe lautet, die nächste Stufe zu erklimmen und eine „individualisierte Gemeinschaft“ mit globalen Ausmaßen zu begründen, zusammengehalten von universellen Werten, aber mit genug Freiraum für persönliche und nationale Entfaltung.

Weltinnenpolitik ist gefragt. Sie sieht sich allerdings von einem Gegentrend herausgefordert. Ich möchte ihn mit dem Begriff Fragmentierung beschreiben. Neben der beschriebenen sozialen und materiellen Ungleichheit gibt es weitere gefährliche Tendenzen, die Gesellschaften zerreißen können. Säkularmoderate Gruppen müssen mit fundamentalistischen auskommen. Die Privatisierung von Allgemeingütern spaltet Gesellschaften, teilweise wird dieser Akt militärisch erzwungen. Scheinbar aus dem Nichts treten Terrorbewegungen wie Islamischer Staat oder Boko Haram auf. Alte und neue Separatismen stellen Grenzen von Nationalstaaten in Frage, die lange als unantastbar galten.

Die Aufgabe lautet, die nächste Stufe zu erklimmen und eine „individualisierte Gemeinschaft“ mit globalen Ausmaßen zu begründen, zusammengehalten von universellen Werten, aber mit genug Freiraum für persönliche und nationale Entfaltung.

So zeigen sich derzeit zwei Entwicklungen, die sich scheinbar widersprechen: Einerseits zeigt sich der Planet Erde als zerrissen, voller Konflikte, aufgespalten in Partikularinteressen. Andererseits lebten noch nie so viele Erdenbewohner mit einem klaren Bewusstsein, dass die großen Herausforderungen der Zeit wie Energieverknappung, Umweltzerstörung oder Gewaltkonflikte nur von einer funktionierenden Weltgemeinschaft bewältigt werden können. Der Menschheit bleibt nichts anderes übrig, als über ihren Schatten zu springen. Die Herausforderung ist größer als jede Marsmission. Der Titel des ehrgeizigen Projekts könnte lauten: Die ganze Welt als Wir!

Über den Autor
Portrait von Michael Gleich
Michael Gleich
Wissenschaftsjournalist

Michael Gleich ist Wissenschaftsjournalist, Moderator und Entwickler publizistischer Projekte. Im Jahr 2016 initiierte er einen Gipfel für zivilgesellschaftliche Friedensmacher aus weltweiten Krisengebieten. Für sein Projekt „Peace Counts“, reisten Journalisten und Fotografen in über 30 Konfliktregionen und dokumentierten die Arbeit von Friedensmachern. Diese Initiative wurde auch vom ifa – Institut für Auslandsbeziehungen unterstützt.

Kulturreport Fortschritt Europa

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